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Grenze am Rottstück
Grundriß über das am f.g. Schaperplatze gelegenen Rottstück bey ######## zu Kleinenwieden
Lageplan 
Gemessen im Juli 1785
F.L.D. Scheller
pro capia
Koppen
(Siegel)
1.
Der Ueberweisung des Rottstücks die erforderlichen Grenzsteine setzen zu lassen, und insofern es von der Ueberweisungs= Behörde für nöthig ersachtet wird, einen in Ansehung der Tiefe und Breite, nach der Lage des Rottstücks, bestimmt werdenden Graben zu machen, auch wenn ihm solches auferlegt wird, auf dessen Aufwürfe eine tüchtige lebendige in der Scheere zu haltende Hecke zu pflanzen sodann:
2.
Daßelbe in guten nutzbaren Stand zusetzen, und durch fleißige Cultur so viel als möglich zu verbessern.
3.
Soll der Acquirent diesen Platz, so wie ihm solcher von den Commißarien nach dem oben gedachten Abriße eingegeben worden, in Ansehung der Größe, nach den gesetzten Grenzsteinen unverändert laßen, auch bei eintretender Veräußerung oder erfolgender Vererbfällung das Rottstücks, eine etwaige Theilung deßelben gegen die ursprünglich angewiesene Größe, anders nicht, als mit vorher dazu eingeholter und erfolgter Genehmigung der betreffenden Oberbehörde geschehen.
4.
Hat der Erwerber den zu 1 pfl. festgesetzten Grundzins, alljährlich pr. Rute, mithin vom ganzen Stück rf. 5 Mgr. gf. woran einmals Erlaß wegen Mißachtes oder Wildschadens u.s.w. statt findet, vom 1ten Januar 1831 an, immer zeitig zur Renterei des Bezirks zu entrichten, und nie einen Mangel hieran erscheinen zu laßen, nicht weniger hat derselbe
5.
die nach der innern Beschaffenheit und wahren Erträglichkeit des Grundstücks, regulirt werdende Grundsteuer nebst allen daran dependenten Abgaben und Lasten alsbald zu übernehmen. Dagegen
6.
begiebt sich die unterzeichnete Behörde aller weitern Eigenthums= Ansprüche an dem Rottstücke, so wie die selben denn auch allen, gegen den Inhalt dieser Uebereinkunft ihr etwa zu Statten kommenden Einreden hiermit wißentlich und wohlbedächtig entsagt.
In Urkund deßen ist dieselbe unter Beidrückung des Kurfürstlichen Ober= Finanz= Kammer Siegels, doppelt ausgefertigt worden, und es wird zugleich dem Staatsanwalt zu Rinteln hierdurch die erforderliche Vollmacht ertheilt, solche bei Kurfürstlichem Obergerichte daselbst zur Bestätigung einzureichen.
So geschehen Cassel, den 10ten Juny 1836.
Kurfürstl. Heßische Ober= Finanz= Kammer.
(Unterschrift)
(Siegel)
Stempel rf. 1 ggr. hlr., pro expdi rf. 15 ggr. 8 hlr., pro ped rf. 2 gg. 8 hlr., für die Kart.Epte rf. 1 gg. 8 hlr., überhaupt rf. 20 ggr. Hlr.
Sodann an Gebühren für:
Kurf. Obergericht rf 7 gg 4 u. für d. Staatsanwalt rf 10 gg 4, für den Kastenbeamten rf 6 gg 4, für den Actuar rf 3 gg 4

Urkunde über das dem ######## Nr. ## zu Kleinenwieden verwilligte Rottstück ¼ Morgen 10 Ruthen – Fuß, Schaumburger Maaß. Der Unterzeichnete willigt in die in der vorstehenden Urkunde an ihn geschehene Überweisung und Einräumung der darin genannten Rottländerei zu seinem wahren und unwiderruflichen Eigenthum, nimmt solche unter den darin enthaltenen Bedingungen hierdurch an, verspricht letzteren überall nachzukommen, entsagt ebenwohl allen dagegen ihm etwa zu Statten kommenden Einreden und ertheilt hiermit gleichfalls dem Staatsanwalte zu Rinteln die nötige Vollmacht, die Bestätigung dieser Uebereinkunft bei Kurfürstlichen Obergerichte daselbst auszuwirken.
So geschehen zu Rinteln am 11ten Februar 1837
                           ######## No. ##

Zur Beglaubigung der geschehenen Vorlesung, Genehmigung und eigenhändigen Unterschrift, Rinteln am 11ten Februar 1837.
Kurfürstliches Landgericht daselbst
(Siegel)                               (Unterschrift)

No. 28646 (38)
Zugleich wird bescheinigt, daß das in der vorstehenden Urkunde bezeichnete Stück Forstgrund dem ######## No. ## zu Kleinenwieden, schon vor dem Erscheinen der Verordnung vom 7ten Juni 1834, durch die von dem vorhinnigen Oberforstkollegium sub Num. 3812/21 I.F.C.P. ertheilte Conzeßion, auf 12jährigen Erblichebestand, und zwar vom 1ten Januar 1822 an, eingeräumt worden ist.
Kassel, den 13ten November 1838

Kurfürstliche Oberfinanzkammer

Meisterlin

(Siegel)

zu Nr. 230 Lf. Pe.

Die vorstehende Erwerb= Urkunde wird hierdurch bestätigt.

Rinteln den 15ten September 1838.

Kurfürstlich Hessisches Obergericht.
Memmback

(Siegel)

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