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Haus Nr. 16 heute Kleinenwieden 28 a (Alte Schule)
Schule
1998

Die Schule
Bis zum Jahre 1905 mußten die Kinder Kleinenwiedens nach Gr.Wieden in die Schule. Die Schule in Gr.Wieden war überfüllt. Da nahm Kleinenwieden die Abtrennung vor und baute 1905 eine eigene Schule. Dieses war möglich, da Gr.Wieden wegen der damaligen Steuerverhältnisse 5/6 und Kleinenwieden 1/6 der Kosten tragen mußten. Die Gemeinde stellte das Grundstück nördlich des Ortes. Im Oktober 1905 wurde der Bau des Schulsaales beendet.
Der erste Lehrer "Braun" siedelte von Krainhagen nach hier über. Er wohnte, da das Wohnhaus noch nicht fertig war, bis zum Mai 1906 auf dem Hof Nr.1. Nachdem das Wohnhaus 1906 fertig war, zog er in die Schule um. Lehrer Braun fing mit 36 Kindern an. Es war eine Einklassigeschule. Alle 36 Kinder lernten in einem Klassenraum. Lehrer Braun lehrte vom Oktober 1905 bis er am 1.4.1926 in den Ruhestand versetzt wurde an der Kleinenwiedener Schule.
Vom 1.4.1926 bis 1.5.1926 vertrat ein Junglehrer "Schulz" die Schulmeisterstelle. Am 1.5.1926 wurde Lehrer "Knauf", der vom 1.4.1901 Lehrer in Antendorf war, nach Kleinenwieden versetzt. Dieser unterrichtete bis zu seinem Ruhestand am 1.4.1939.
Am 12.4.1939, nach den Osterferien, wurde der Schulamtsbewerber "Seutemann" mit der Wahrnehmung dieser Lehrstelle in Kleinenwieden beauftragt. Durch Einberufung zum Heeresdienst verließ Lehrer Seutemann im Oktober Kleinenwieden. Die Kinder mußten nach den Herbstferien (12.Oktober) bis 31.Oktober nach Ahe in die Schule.
Am 1.November 1939 wurde die Schulamtsbewerberin Frl. Elsa Peo mit der vorübergehenden Wahrnehmung dieser Lehrerstelle in Kleinenwieden bis zu den Weihnachtsferien (20.Dezember) beauftragt.
Nach Versetzung der Schulamtsbewerberin Frl. Peo wurde Lehrer "Georg Ebsen", der vom 1.Juni 1921 in Laboe, Schleswig Holstein, gelehrt hatte, mit Wirkung vom 1.Januar 1940 ab, nach Kleinenwieden berufen.
Vom 3.Juni bis 21.Oktober 1940 mußten die Kinder von Kleinenwieden am Unterricht in Gr.Wieden teilnehmen. Sie waren nach Jahrgängen auf die einzelnen Klassen verteilt. Lehrer Ebsen übernahm die Oberstufe. Vom Oktober 1940 bis August 1941 wurde wieder in Kleinenwieden unterrichtet. Ab dem 18.August 1941 mußten die Kinder wieder nach Gr.Wieden. Lehrer Ebsen übernahm die Vertretung von Lehrer Hartmann, der zum Heeresdienst einberufen wurde. Am 20.März 1945 begann der Unterricht wieder in Kleinenwieden. Wegen Kohlemangel wurde nur an drei Tagen in der Woche, Dienstag,Mittwoch und Donnerstag, unterrichtet. Die offizielle Wiedereröffnung der Schule war am 22.11.1945.
In der Zeit vom 29.6. bis 5.7.1946 und am 20.7. bis 12.8.1946 war der Klassenraum mit Ostflüchtlingen belegt. Es wurden in dieser Zeit Turnstunden abgehalten und Hausaufgaben erteilt. Ein geregelter Unterricht wurde erst ab 19.8.1946, als der Klassenraum am 13.8.1946 desinfiziert und ausgebessert war, abgehalten. Als Lehrer Ebsen in Ruhestand ging, wurde der Schulbetrieb eingestellt und die Schule aufgelöst. Sie wurde später an Heinrich Siegmann verkauft, der sie in Mietwohnungen umbaute. Das Anwesen wurde weiter verkauft.

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